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3:0 Sieg der Aktiven Fußballer im Nachholspiel!

veröffentlicht um 26.04.2018, 06:47 von Redakteur TVS

TV Straßdorf : TSV Böbingen 3:0 (1:0)


Am Mittwochabend stand in Straßdorf das Nachholspiel von Anfang März an. Bereits in der Hinrunde spielten die Straßdorfer mittwochabends in Böbingen ein kurioses Spiel. In der Nachspielzeit erzielte Manuel Schneider per Kunstschuss das 4:4. 8 Tore, was für die Zuschauer an diesem Tag ein wenig Trost bei Wind und Regen auf dem Kunstrasen war.

Wind gab es gestern zwar auch, dafür aber ein frisch gemähter Rasen und sehr gute Bedingungen.

Der TV Straßdorf musste auf Lars Warschke und Moritz Klotzbücher verzichten, die beruflich verhindert waren. Warschke befand sich jedoch auf dem Weg von NRW nach Straßdorf, wusste aber noch nicht, ob es ihm zeitlich reichen wird.


Für Klotzbücher stand Messina im Tor und für Warschke rückte Kapitän Marius Krieger wieder ins Team.

Nachdem der TV Straßdorf gegen Heuchlingen erst spät den Gegentreffer bekam und man am vergangenen Sonntag gegen Ligaprimus Hofherrnweiler auswärts gewonnen hat, konnte das Team um Marius Krieger beruhigt in das Spiel gegen den TSV Böbingen. Die Mannschaft von Christian Hauke und Pius Gold hatte bisher den besten Start in die Rückrunde. 5 Spiele, 5 Siege und erst Mögglingen konnte am vergangenen Sonntag ein Bein stellen. Offensiv mit demselben geschossenen Toreschnitt wie der TVS von 2,1, jedoch defensiv nur 1,2 Tore im Schnitt bekommen, was nur Heuchlingen in der Liga bisher besser gelungen ist. Zusammengefasst - trotz Abgang von Leistungsträger Maier nach Bargau, spielt Böbingen eine sehr gute und konstante Runde.


Wie auch im Hinspiel lag der Fokus beim TVS auf den Spielaufbau von Schneider und Betz. Sie sollten die Bälle nicht spielen können und der Spielaufbau sollte über außen gelenkt werden. Auch Tobias Kößer hat im Hinspiel immer wieder im Zentrum die Bälle erhalten, behaupten können und zu oft aufdrehen können. Demzufolge wurde an der Taktik zur Vorwoche, dem flachen 4-1-4-1 nichts geändert, bis auf die Position, dass nun bereits in der vordersten Zone 1 angeschoben wurde.


Der TSV Böbingen kam jedoch unabhängig von Plänen und Vorhaben viel besser ins Spiel. Zwar wurden Betz und Schneider früh angegangen, Kößer war jedoch in den ersten 15 Minuten Dreh- und Angelpunkt. Er gewann jedes Kopfballduell, ließ Bälle klatschen und die technisch starken Spieler drum herum leiteten den Ball schnell und meist direkt weiter. Deshalb auch absolut zurecht die Chancen lediglich auf dem Böbinger Konter. Bisher waren es jedoch nur Distanzschüsse. Bis zur 15. Minute, in der Peter Hager freigespielt wurde und alleine auf Messina zuging.

Mädger und Seskir besprachen sich kurz und änderten das Spielberhalten- kein Risiko, keine Eventualitäten, klare Aktionen. Dies hatte zur Folge, das Kößer beispielsweise alleine zum Kopfball ging, bei den zweiten Bällen war der TVS immer in Überzahl. Auch im 1:1 versuchte besonders Ostertag kein Ball mehr auf biegen und brechen herauszuspielen, bei Gegnerdruck wurde zum Einwurf geklärt. Natürlich bekam Straßdorf dadurch kein Konterspiel oder mehr Ballbesitz, die Druckphase von Böbingen wurde jedoch unterbunden. Ab diesem Zeitpunkt war es ein Spiel, das hauptsächlich im Mittelfeld ablief und man kann es als offenen Schlagabtausch bezeichnen. Straßdorf kam durch die Entlastung in der Defensive jedoch immer besser ins Spiel und machte viel Druck über die Außen, vor Allem über Schoch und Weiß. In der 32. Minute exemplarisch eine Situation - Einwurf Böbingen. Der Einwurf kommt zu Kößer, er kann den Ball frei annehmen, wird dann aber gedoppelt und Schoch erkämpft sich den Ball. Schoch geht ins 1:1, lässt den ersten stehen, den zweiten Böbinger und bei Betz bleibt er hängen. Der Ball bleibt jedoch im Spiel, kommt zu Robin Pflieger, er spielt den abkippenden Ukaj an, der Ball geht weiter zu Seskir, der den freien Hannes Hauser links bedient. Sein Schuss wird jedoch im letzten Moment von Schneider geblockt.

Eckball Ukaj und der TVS darf Jubeln - eine kurze aber effektive Lauftäuschung und Ostertag köpft den Ball unter die Latte. 1:0. Es gab vor der Halbzeit noch eine gute Chance durch Seskir, mit dem 1:0 ging es in die Pause.


Straßdorf erwartete eigentlich, dass Böbingen nun mehr investiert und noch mehr Druck macht, die Gäste fanden jedoch nicht mehr richtig ins Spiel und konnten an die starke Druckphase der ersten 15 Minuten nicht mehr anknüpfen. Straßdorf wurde immer stabiler, was hauptsächlich an dem sehr aufwändigen Spiel gegen den Ball lag. Robin Pflieger war im Umschaltspiel Dreh- und Angelpunkt und gewann sehr viele defensive Zweikämpfe. So auch beim 2:0. Pflieger gewinnt den Zweikampf im Zentrum, legt den Ball nach links und spielt die Schnittstelle zwischen 4 und 2 an. Hauser zieht rein, legt den Ball am Böbinger Torwart vorbei, der einen Schritt zu spät kommt und Hauser im 16er foult. Ein Fall für Ertac Seskir - 55. Minute - 2:0. Hauser konnte nach dem Foul nicht mehr weiterspielen. Inzwischen war auch Lars Warschke von der Autobahn runter und kam direkt für Hauser ins Spiel. Lars kam sofort ins Spiel und belohnte sich nur wenige Minuten selbst. Wieder Pflieger mit einem Ballgewinn im Zentrum, Pass auf Seskir, der auf Ukaj passt, Doppelpass mit der Hacke. Seskir dribbelt mit den Ball auf die linke Seite, Warschke zieht von außen in die Schnittstelle und bekommt den Ball perfekt in den Lauf. Ein Haken nach rechts und dann behält Warschke die Übersicht und verwandelt in die lange Ecke. Wie sehr die Mannschaft ihm den Erfolg gegönnt hat, sieht man am Jubel.

Seskir wird in den letzten Minuten noch einmal durch Pflieger in Szene gesetzt, der Querpass wird jedoch noch geblockt.


Fazit: Der TV Straßdorf gewinnt das sehr faire Spiel gegen den Tabellendritten aus Böbingen verdient mit 3:0. Zwar hatten die Straßdorfer zu Beginn der Partie Glück nicht in Rückstand zu geraten, sie kamen danach jedoch besser ins Spiel. Defensiv wurde mehr investiert und der große läuferische Aufwand wurde belohnt.


Spieler des Spiels: Julian Ostertag

„Oschi“ hat ein nahezu fehlerfreies Spiel gespielt. Sicherlich war auch Robin Pflieger mit ein Matchwinner, es wird jedoch oft verkannt welche Gewichtung eine stabile Abwehr hat, vor Allem in dieser A-Liga. Oschi spielte ruhig, ging kein Risiko ein und hätte gefühlt nochmal 90 Minuten in seinem Flow weitergespielt.



So wurde gespielt:

Messina - Schoch (85. M. Pflieger), Kurtagic, Ostertag, Krieger, Weiß (85. Wagner), R. Pflieger, Jaszkovic, Hauser (56. Warschke), Seskir, Ukaj (82. Filipovic)


Torfolge:

1:0 Julian Ostertag (32. Minute) - Vorlage: Ukaj

2:0 Ertac Seskir (55. Minute) - Foulelfmeter an Hannes Hauser

3:0 Lars Warschke (63. Minute) - Vorlage: Seskir

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