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Niederlage im ersten Rückrundenspiel der TVS-Fußballer!

veröffentlicht um 27.03.2018, 23:18 von Redakteur TVS   [ aktualisiert: 27.03.2018, 23:19 ]

TV Straßdorf : TSB Schwäbisch Gmünd 3:4 (1:3)


Nach einer nun fast 10 wöchigen Vorbereitung stand nun endlich der ersten Spieltag der Rückrunde an. Heimspiel! Heimspiel jedoch mit einer Anreise von fast 30 Minuten!? Aufgrund der immer noch schlechten Platzverhältnisse, konnte das erste Heimspiel der Rückrunde immer noch nicht im Stadion ausgetragen werden. Die Stadt und alle Beteiligten arbeiteten zwar in Hochdruck, der Winter machte es jedoch 2018 allen Vereinen sehr schwer. Auf dem Konto stehen bereits 4 Nachholspiele und dass es nicht 5 englische Wochen sind, wurde der Spieltag mit beiden Mannschaften in Bartholomä ausgetragen.


Als Gast reiste der TSB Schwäbisch Gmünd nach Bartholomä. Der TSB, der im vollen Kader sicherlich zu den besten Mannschaften der Kreisliga A zählt, musste verletzungsbedingt auch Einschnitte machen, reiste jedoch mit einer sehr starken, erfahrenen ersten Elf an.

Der TV kam schnell gut ins Spiel und führte bereits nach einem sehenswerten Freistoß von Ertac Seskir in der 3. Minute mit 1:0. In der Defensivbewegung schoben Pflieger und Seskir sehr hoch gegen den TSB, da vor Allem vom starken Dimas Bechthold immer punktgenaue Diagonalbälle gespielt wurden. Dies hatte zur Folge, dass sich Ostertag und Kurtagic entscheiden mussten, ob sie die Abstände der Ketten hielten und nachschoben oder sich etwas fallen lassen, da der TSB mit Gül und Brandt sehr gefährliche Offensivspieler hatte, denen man nicht viel Raum lassen sollte. So die Situation.

Es lief eigentlich gut und der TV spielte geduldig und konzentriert. Leider stand es nach dem guten Start dann nach 27 Minuten doch 2:1 für den Gegner, die ohne großen Aufwand einfach nur grobe Fehler ausnutzten.

Beim Ausgleich war der TV im eigenen 16er in Ballbesitz, Ostertag wollte einen Flachpass ablaufen, Kunerth schnappte sich jedoch den Ball, Rückpass auf den 16er auf Gül und abgefälscht landet der Ball im Tor - 1:1. Nur wenige Minuten später ein Bilderbuchangriff vom TV - der Ball wird nach Aufbau über die linke Seite schnell auf den Flügel zu Schoch nach rechts gespielt. Über drei weitere Stationen spielt landet der Ball bei Seskir im 16er, der die Gegenspieler auf sich zieht und auf den komplett freistehenden Ukaj quer legt, der jedoch an Krieger scheitert. Zuvor eine kuriose Situation im gegnerischen 16er. Ukaj wird gefoult. Der gegnerische Spieler bleibt genau an der Stelle stehen, will dem Schiedsrichter sagen, dass er nicht gefoult hatte, doch der Unparteiische entschied sich fürs Foul. Obwohl der Spieler jedoch immer noch deutlich im 16er war, wo auch das Foul gegangen wurde, entscheidet der Schiedsrichter auf Freistoß außerhalb...

Aber wie es dann kommen musste. Eigener Freistoß in der eigenen Hälfte, der Ball wird zu Kurtagic gespielt, der unbedrängt den gegnerischen Krieger in die Füße spielt. Dieser reagiert schnell, Schnittstellenpass auf Gül, der sich nicht zwei Mal bitten lässt. Der TV läd den Gegner ist Spiel ein. 1:2.


Wohl mit den Gedanken schon in der Halbzeit das wichtigste Tor für den TSB, das 1:3 in der 45. Minute durch wieder Eren Gül, der das desolate Zweikampfverhalten in dieser Situation eiskalt ausnutzte. Zuvor ein langer Ball durch Ocak auf Krieger, den er unbedrängt in aller Ruhe spielen konnte. Krieger, der gegen den TV wieder ein starkes Spiel machte zieht an Schoch vorbei, bedient Gül, der wie angesprochen im 1 gegen 1 drei Straßdorfer einfach stehenläßt.

Den zweiten großen Aufreger um eine Elfmeter-Entscheidung gab es dann nur eine Minute später. Seskir stand wieder am 16er zum Freistoß bereit. Torentfernung ca. 20 Meter, sodass die Mauer im 16er stand. Seskir schießt, ein TSB reißt die Hand hoch über den Kopf und hält den Ball. Urteil - angeschossen. Somit ging es 1:3 in die Pause.

In der zweiten Hälfte war es dann ein offener Schlagabtausch. Der TV musste mehr in der Offensive riskieren, wodurch sich in der Defensive für den TSB viele Räume ergaben. Moritz Klotzbücher zu verdanken blieb es auch beim 1:3. Zwar kam der TV in der 64. Minute durch den starken Robin Pflieger wieder ins Spiel, Dimas Bechthold entwischte jeder nur 10 Minuten später Marius Krieger beim Eckball und stellte die zwei Tore Führung wieder her. Es wurde hektisch, der Schiedsrichter rückte immer wieder in den Fokus und Seskir gelang am Ende des Tages in der 80. Minute nur noch der Anschlusstreffer.


Fazit: Wenn man drei Tore schießt und als Verlierer vom Platz geht, kann man sagen, dass da etwas gewaltig schief gelaufen ist. Der TSB bestrafte den TV in der ersten Halbzeit bei jedem Fehler eiskalt und am Ende muss man bei der Anzahl der Chancen dann auch sagen, dass der Sieg des TSBler nicht unverdient gewesen ist. Sicherlich läuft das Spiel anders, wenn beide Strafstöße gegeben werden aber da sind wir wieder im Bereich des Konjunktivs, der bekanntlich keinem etwas nutzt. Man muss festhalten, dass es einfach die in der Anzahl zu viel schlecht geführten Zweikämpfe waren, sodass im Zentrum die Gegner viel zu einfach aufdrehen konnten und die fehlende Aggressivität, die einen Gegner auch mal zum Abbrechen eines Angriffs führt.

Aber, und das ist das Schöne, die Rückrunde ist wieder im Gange, der Winter sollte so langsam weichen und es wird wieder Fußball gespielt. Wenn es auch kein guter Start für die Mannen um Marius Krieger war, so ist der TV wieder im Wettkampfmodus und kann am kommenden Samstag gegen die SG Bettringen zeigen, dass man aus Fehlern lernt.

Wenn es auch nicht zu den 3 Punkten gereicht hat möchten wir uns an dieser Stelle herzlich beim TSV Bartholomä bedanken, die uns an diesem Spieltag ihre Anlage bedenkenlos zur Verfügung gestellt haben. Und auch ein Dank an die TSGV Rechberg, bei denen an einem Kreisliga Spieltag manche Spieler mehr Kilometer machen mussten, als manch anderer Landesligist (Rechberg - Bartholomä - Alfdorf).


So wurde gespielt:

Klotzbücher - Schoch (75. Warschke), Ostertag (75. Wahl), Kurtagic, Krieger, Nagel, Hieber, Jaszkovic, Ukaj, Seskir, R. Pflieger


Torfolge:

1:0 Ertac Seskir (3. Minute)

1:1 Eren Gül (11. Minute)

1:2 Eren Gül (27. Minute)

1:3 Eren Gül (45. Minute)

2:3 Robin Pflieger (64. Minute)

2:4 Dimas Bechthold (78. Minute)

3:4 Ertac Seskir (80. Minmute)

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