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Sieg beim Tabellenführer für die Aktiven-Fußballer

veröffentlicht um 23.04.2018, 08:45 von Redakteur TVS

TSG Hofherrnweiler II : TVS 1:3 (0:1)


Am Ende der ersten englischen Woche war der TV Straßdorf beim Tabellenführer TSG Hofherrnweiler II zu Gast. Die Mannschaft von Christoph Merz, Tabbellenführer und mit bereits 74 Toren auf dem Konto und somit die beste Offensivmannschaft der Kreisliga A ist, wollte nach einem Negativtrend der Vorwochen wieder Punkte sammeln. Im Vergleich zum TV Heuchlingen waren die Gastgeber in der Qualität noch ausgeglichener und besonders im Pressing sehr schnell, präsent und aggressiv. Dieses sehr frühe und hohe Pressing hat den Vorteil, dass der Ballgewinn direkt in Gegners Hälfte ist und bis zur Umschaltbewegung meist der Torabschluss bereits erfolgt ist. Das wollte der TV Straßdorf unbedingt vermeiden.


Gespielt wurde trotz wunderbaren Wetter auf dem Kunstrasen, der extra vor Beginn nochmals bewässert wurde.

Der TV Straßdorf hatte noch etwas an der vergangenen Niederlage gegen den TV Heuchlingen zu nagen, wobei die Taktik in Heuchlingen fast aufgegangen wäre. Spielerische Mannschaften tun sich einfach schwer gegen ein flaches 4-1-4-1, weshalb die taktische Vorgabe gegen die Offensive der TSG dieselbe war. Verändert haben Trainer Steffen Mädger und Ertac Seskir nur das Umschaltbewegen in der Offensive. Hier wurde auf ein 4-4-2 gewechselt, sodass a) mehr Anspieloptionen in der gegnerischen Kette bestehen und b) besagte Kette dadurch auch gebunden wird und nicht zu hoch schieben kann.


Hofherrnweiler begann wie erwartet mit dem Pressing sehr hoch und Ostertag und Kurtagic standen teilweise in der Breite auf der gleichen Höhe wie Kapitän Klotzbücher. Die oberste Prämisse vor dem Spiel war „kein Gegentor in den ersten 10 Minuten“. Demzufolge gingen Ostertag, Kurtagic und Jaszkowic im Spielaufbau kein Risiko ein und überspielten entweder eine Reihe oder versuchten diagonal Flügelzonen anzuspielen. Die Folge war zwar, dass die TSG dadurch viel mehr Ballzeit und Ballbesitz hatte, das Risiko war jedoch minimiert und der TV Straßdorf arbeitete gegen den Ball. Das lief jedoch anfangs nicht wie in Heuchlingen, was daran lag, dass die Innenverteidiger immer wieder schnell und auf den Punkt gerade und diagonale Schnittstellenbälle schlugen. Die Bälle waren jedoch so präzise gespielt, dass die Hintermannschaft enorm zutun hatte und mit viel Bemühen das 0:0 hielten. Mädger reagierte schnell und veränderte das Anlaufverhalten des Offensivdreiecks - Seskir klemmte den Ball somit nicht mehr ab, ließ also den Querpass zu, hatte dadurch aber mehr Druck beim gegnerischen Aufdrehen.


Ukaj und Pflieger stießen dann nur noch asynchron an, sodass sich Pflieger situativ für einen Spielschatten entschied und Jaszkowic zwischen den Ketten das direkte Anspiel verhinderte. Zwar sehr laufintensiv - aber es funktionierte. Die TSG hatte somit immer noch mehr Ballbesitz, konnte jedoch keine Chance mehr herausspielen. Somit baute Hofherrnweiler größtenteils über außen auf, was deutlich leichter zu verteidigen war und mit Weiß und Schoch  zwei Garanten auf der AV Position standen. Die Chancenvielfalt minimierte sich auf beiden Seiten und lediglich in der 35. Minute kam Kurtagic gänzlich frei bei einem Eckstoß zum Abschluss. Die TSG stand defensiv hervorragend und ließ kaum etwas zu, bis zur 40. Minute. Einwurf durch Hauser auf Ukaj, dessen Gegner sich beim Ball verspekuliert. Ukaj dribbelt in den Raum, Winkelball auf Seskir, dessen Schuss geblockt wurde. Anstatt überhastet auf das Tor abzuschließen, sieht Jaszkowic den völlig freistehenden Ukaj im Raum und spielt den Abpraller in die Gasse. Jedoch auch dessen Schuss wird auf der 5m Linie stark geblockt, was beim nächsten Nachschuss von Seskir dann nicht mehr gelingt, sodass der TVS kurz vor der Halbzeit jubeln konnte. 0:1. Perfekte Ausgangslage zur Pause.


Es war klar, dass die TSG nun noch mehr investieren mussten, was sie sowohl in körperlicher Form, als auch im Spielsystem machten. Aufgelöst wurde bald auf eine 3er Kette, was auf der einen Seite noch mehr Druck für die Straßdorfer Defensive hieß, auf der anderen Seite ein schnelles Umschalten begünstigte. Die TSG hielt und spielte den Ball quer, zurück, wieder in die Lücke, Straßdorf stand jedoch wie eine Eins. In der 60. Minute dann fast schon das 2:0. Robin Pflieger gewinnt den Ball im Zentrum, bindet 2 Spieler, Pass auf den abkippenden Seskir, der ohne Mühe und Gegnerdruck aufdrehen kann und dann Ukaj links bedient. Es sind dann im Fußball die einfachen Dinge, die nicht gelingen, sodass Ukaj im 1 gegen 1 gegen Kepura, der lange stehen blieb, vergab. 10 Minuten später durfte der TV dann wieder jubeln. Inzwischen war Max Berghaus im Zentrum für Straßdorf im Spiel, der obwohl er am Vortag auch spielte, sofort ins Spiel fand. Er zog offensiv Gegner auf sich, behauptete trotzdem den Ball und spielte dann nur 4 Minuten nach seiner Einwechslung einen sensationellen Schnittstellenball auf Seskir, der aus der eigenen Hälfte gestartet war. Und wenn es drauf ankommt, kann man sich auf Mr. Zuverlässig verlassen - 0:2 durch Ertac Seskir.


Die TSG machte nun noch mehr Druck und auch in Richtung Schiedsrichter, der ein souveränes Spiel pfiff, kamen mehr Druck. Zu diesem Druck kam auch noch der eingewechselte Bojang, der auf seinem rechten Flügel extrem viel Wind machte. Bojang war es dann auch, der in der 78. einen Flankenball per Kopf verwandeln konnte - Anschluss und Schlussoffensive. Bevor der TV Straßdorf jedoch hektisch werden konnte, übernahm wieder Berghaus den Ball. Dieses Mal nicht diagonal sondern gerade, ein wunderschöner Schnittstellenball für Schoch, der den Ball mit seiner Schnelligkeit bis in den 16er behaupten konnte, Blick zur Mitte, Pass zur Mitte - Seskir - Tor. Das erlösende 1:3.

Wohl gedanklich und körperlich erschöpft, wird Seskir durch einen Pass von Jaszkowic in der 84. Minute nochmals ins 1 gegen 1 gegen Kepura geschickt, der wollte aber nicht rein.


Fazit: Ein sehr wichtiger Sieg für Straßdorf in Hinblick auf die nächsten Gegner. Hofherrnweiler war zwar spielbestimmend, hatte mehr Ballanteile, konnte aber aus dem Ballbesitz keinen Vorteil gewinnen und erspielte sich zu wenig Chancen. Durch das 1:0 vor dem Halbzeitpfiff musste die TSG mehr investieren und ließ in der Defensive mehr zu, was Straßdorf sehr effektiv nutze.


Spieler des Tages: Max Berghaus

An solchen Spielen ist es immer schwierig, einen Spieler hervorzuheben. ALLE auf dem Platz haben auch bei den Temperaturen extrem viel investiert. Ob es ein Mario Schoch war, der nahezu jeden Zweikampf gewonnen hat und dann noch einen Schuss mit dem Kopf auf der Linie klärt. Oder auch wieder Jaszkowic und Pflieger, die noch mehr investieren mussten als in der Vorwoche. Oder auch Ertac Seskir, der auch beim Geburtstag der Mutter seine Jungs nicht hängen lässt und alleine schon aufgrund seiner 3 Tore Matchwinner ist. Oder auch Ostertag und Kurtagic, die vor allem im Bereich des Stellens viel mehr kommunizierten... Und und und...

Spieler des Tages ist jedoch Max Berghaus. Max kam in der 66. Minute ins Spiel und kam direkt in eine zentrale Rolle. Max nahm beim schwierigen Stand sofort das Tempo auf, bewies auch sofort Selbstbewusstsein und machte ein klasse Spiel. Durch seine beiden Schnittstellenbälle wurden die Torchancen erst möglich, was ihn zum Spieler des Tages macht. Jetzt heißt es aber wieder für die A-Jugend diese Leistung zeigen ;-)



So wurde gespielt:


Klotzbücher- Schoch, Kurtagic, Ostertag, Weiß, Warschke, R. Pflieger, Jaszkowic, Hauser (50. Krieger), Ukaj (66.‘ Berghaus), Seskir (88.‘ Özbek)


Torfolge:

0:1 Ertac Seskir (42. Minute) - Vorlage: Ukaj

0:2 Ertac Seskir (70. Minute) - Vorlage: Berghaus

1:2 Ousman Bojang (78. Minute)

1:3 Ertac Seskir (80. Minute) - Vorlage: Mario Schoch

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